Unterstützung für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine bringt viele Menschen in grosse Not. Das Paul Scherrer Institut hat eine Reihe von Massnahmen ergriffen, die den Betroffenen Hand bieten.

Seit Ende Februar sind wir Zeugen eines Krieges in Europa – ein Ereignis, von dem wir gehofft hatten, dass es nie wieder eintritt. Dieser Krieg bringt nicht nur grosses Leid über die ukrainischen Bürgerinnen und Bürger, sondern hat auch gravierende Folgen für Forschende und Studierende an den ukrainischen Hochschulen.

Unterstützung für ukrainische Forscherinnen und Forscher

Das Paul Scherrer Institut setzt gemeinsam mit den anderen Institutionen des ETH-Bereichs alles daran, um ukrainische Forschende zu unterstützen und aufzunehmen. So ist das PSI seit Ende März Mitglied im internationalen Netzwerk "Scholars at Risk", was die Beteiligung an den Hilfsangeboten des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erlaubt. Mit dem eingerichteten Fonds wird es möglich sein, einem Teil der Forschenden, die aus der Ukraine fliehen mussten, eine Arbeitsstelle an einer dem Netzwerk angeschlossenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Schweiz zu finanzieren.

Forschungsgruppen, die ukrainischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern temporär eine Mitarbeit in ihren Projekten anbieten können, wird dies über einen Eintrag in der Google-Docs-Liste Labs supporting Ukrainian Scientists erleichtert.

Unterstützung für Mitarbeitende des PSI

Auslaufende Arbeitsverträge von ukrainischen Mitarbeitenden werden bis mindestens Ende 2022 verlängert. Führungskräfte und die zuständige Bereichspersonalleitung arbeiten aktiv an individuellen Lösungen. Der Schweizerische Nationalfonds hat Sofortmassnahmen für ukrainische Forschende in der Schweiz ergriffen, die bereits einen Förderbeitrag von ihm erhalten oder in einem Projekt engagiert sind. Termine und Projekte können zeitlich befristet verlängert werden. Der SNF wird auch bei den Anstellungsbedingungen flexibel sein und nach Bedarf mehr Mittel auszahlen.

Bei persönlichen Belastungen und herausfordernden Situationen stehen den PSI-Mitarbeitenden Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die zuständige Bereichspersonalleitung berät gerne.

Psychologische Hilfe für Doktorierende bietet die Psychologische Beratungsstelle der Universität Zürich und der ETH Zürich.

Hilfe für die ukrainische Bevölkerung

Immer mehr Menschen in der Ukraine flüchten und suchen Schutz vor diesem grausamen Krieg. Fragen auch Sie sich, wie Sie am besten helfen können?

Verschiedene Schweizer Hilfswerke geben Auskunft, welche Hilfe gerade am vordringlichsten benötigt wird. Eine Liste der zertifizierten Schweizer Hilfswerke, die Spenden für die Ukraine sammeln, finden Sie auf der Webseite der Stiftung Zewo. Weiterführende Informationen für PSI-Mitarbeitende bietet die Personalkommission an (Link nur PSI-intern).

Geflüchtete aus der Ukraine können in der Schweiz seit 12. März 2022 den sogenannten Schutzstatus S beantragen. Das bedeutet, sie können ohne Asylverfahren vorerst ein Jahr in der Schweiz bleiben, zur Schule gehen oder arbeiten. Das Staatssekretariat für Migration SEM hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. Wer aus der Ukraine geflüchteten Menschen eine private Unterkunft anbieten möchte, kann sich über die Schweizerische Flüchtlingshilfe als Gastfamilie anmelden.

Der Kanton Aargau hat eine Informationsseite zu den kantonalen Unterstützungsmöglichkeiten erstellt.

Allgemeine Information für PSI-Mitarbeitende: Bitte beachten Sie, dass grundsätzlich bei Sanktionen und Embargos ergänzend zu den in der Schweiz gültigen Bestimmungen ggf. auch die Regelungen ihres jeweiligen Herkunftslandes zu berücksichtigen sind. So gelten z.B. für Bürgerinnen und Bürger der EU und der USA unabhängig vom gewählten Wohnsitz auch die von diesen Ländern erlassenen Bestimmungen.

Am Paul Scherrer Institut arbeiten Mitarbeitende aus über 60 Nationen friedlich und frei von nationalen, ideologischen oder politischen Grenzen an dem gemeinsamen Ziel, Wissenschaft und Forschung zum Nutzen aller Menschen voranzubringen. Wir wissen, dass Gewalt nie Teil einer Lösung sein kann und lehnen sie aus tiefstem Herzen ab.