Zahlen und Fakten

Budget

Die Trägerfinanzierung des PSI im Jahr 2017 betrug 302.28 Mio. CHF. Erträge für Forschung und Lehre verteilen sich dabei wie folgt (in Mio. Franken):
  Mio. CHF %
Erträge für Forschung, Lehre und Betrieb der Grossforschungsanlagen
Aus Trägerfinanzierung 282.5 71.8 %
Schulgelder und andere Benutzungsgebühren 1.9 0.5 %
Forschungsbeiträge, -aufträge und wissenschaftliche Dienstleistungen
– davon wirtschaftsorientierte Forschung (Privatwirtschaft) 20.7 5.3 %
– davon SNF, KTI, Ressortforschung Bund 35.9 9.1 %
– davon EU-Programme 6.9 1.7 %
– davon übrige projektorientierte Drittmittel 14.2 3.6 %
Schenkungen und Legate 0.7 0.2 %
Übrige Erträge 30.8 7.8 %
Total Erträge 393.6 100.0 %
 
Kennzahlen zu Aufwand und Investitionen
Personalaufwand* 269.6  
Sachaufwand** 77.2  
Investitionen* in Sachanlagen 55.6  
Weitergehende Finanzinformationen finden Sie in unserem Geschäftsbericht.

* inklusive SwissFEL
** ohne Beitrag an Unterbringung

Personal

Das PSI hatte Ende 2017 rund 2'100 Mitarbeitende. Davon war ein Viertel Postdocs, Doktorierende und Lernende. Insgesamt sind 38 Prozent der Stellen mit wissenschaftlichem Personal besetzt. 48.5 Prozent der Mitarbeitenden führen technische oder Ingenieurstätigkeiten aus. Mit ihrer vielfältigen Kompetenzen sorgen sie dafür, dass die vorhandenen wissenschaftlichen Anlagen des Instituts stets zuverlässig funktionieren und neue plangemäss aufgebaut werden. Damit haben sie wesentlich Anteil an den wissenschaftlichen Leistungen des Instituts. 8 Prozent der Stellen sind der Administration zugeordnet. 27 Prozent der Mitarbeitenden sind Frauen, 48 Prozent sind ausländische Staatsbürger.

Lehre und Doktorandenbetreuung

2017 forschten mehr als 320 Doktorierende am PSI an ihrer Promotionsarbeit, davon waren mehr als 200 am Institut angestellt. Ihre Grundausbildung haben die jungen Forschenden vor allem in Physik, Chemie und den Ingenieurwissenschaften absolviert. Die meisten an den ETH Zürich und Lausanne, den Universitäten Zürich und Bern sowie im Ausland. Die Forscher am PSI engagieren sich jedoch nicht nur vor Ort in Villigen bei der Ausbildung von Studierenden. Mehr als 100 PSI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler unterrichten an einer Schweizer Hochschule oder Fachhochschule. Das Engagement an den Hochschulen übernehmen die PSI-Wissenschaftler dabei oftmals unentgeltlich, sodass für die Hochschulen ein doppelter Mehrwert generiert wird: Sie können ihren Studierenden Zugang zu Spitzenforschung an Grossforschungsanlagen bieten, die eine Universität so nicht betreiben kann. Gleichzeitig können sie ihre Lehre kostengünstiger anbieten.

Benutzerlabor und internationale Vernetzung

Das PSI leistet als nationales Benutzerlabor für die Forschenden aus Hochschulen und Industrie wesentliche Beiträge. Dabei fliessen etwa zwei Drittel des Gesamtbudgets anteilsmässig in Betrieb, Unterhalt und Weiterentwicklung der Forschungseinrichtungen sowie in die Betreuung und Unterstützung der Forschenden der Schweizer Hochschulen. An seinen Grossforschungseinrichtungen betreut das Institut jährlich circa 2'500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Erfolg eines Benutzerzentrums zeigt sich vor allem im Interesse der Forschergemeinde, dort Experimente durchzuführen, sowie in der Zahl von Veröffentlichungen, die auf den durchgeführten Experimenten beruhen.

So erschienen 2017 rund 850 Fachartikel, die auf Experimenten an den Grossforschungsanlagen des PSI beruhen. Jedes Jahr verzeichnet das PSI etwa 5'000 Besuche von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, die an rund 40 Messplätzen ihre Experimente durchführen. Die meisten Nutzer von Neutronen, Myonen und Synchrotronlicht kommen aus der Schweiz und den Ländern der EU. Die Schweizer Experimentatoren teilen sich wiederum etwa gleichmässig auf das PSI und andere Einrichtungen auf, wobei die meisten externen Forscher von der ETH Zürich kommen. Regelmässig vertreten sind aber auch die ETH Lausanne, die Universitäten und die EMPA.
Statistik für das Jahr 2017
PSI Anlage Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS Schweizer Spallations-Neutronenquelle SINQ Schweizer Myonen Quelle SμS Labor für Teilchenphysik LTP Gesamt 2017
Anzahl Besuche Gastwissenschaftler 2'981 882 304 675 4'842
Anzahl Experimente 966 470 245 9 1'690

Protonentherapie – unmittelbarer Profit für die Gesellschaft

Direkt und unmittelbar profitieren Teile der Gesellschaft vom Protonentherapie-Ambulatorium des Instituts. Im Jahr 2017 wurden rund 4'500 Bestrahlungs-Fraktionen an Krebspatienten verabreicht und das Zentrum für Protonentherapie am PSI registrierte rund 1'500 ärztliche Konsultationen. Mit einer Erfolgsrate von über 98 % steht das PSI international an vorderster Front bei der erfolgreichen Bestrahlung von Augenmelanomen. Von den Patienten mit tief liegenden Tumoren, die an der Gantry behandelt wurden, waren 2017 gut ein Drittel Kinder und Jugendliche. Fast die Hälfte davon waren Kleinkinder, die unter Narkose behandelt wurden. Zwei Bestrahlungsstationen (Gantry 1 und Gantry 2) für tief im Körper liegende Tumoren sowie eine Bestrahlungsstation (OPTIS2) für Augentumoren stehen für die Patientenbehandlung zur Verfügung. Mit Fördergeldern des Kantons Aargau und Zürich kann die Protonentherapie weiter ausgebaut und die Forschung intensiviert werden. Eine dritte Gantry wird dieses Jahr in Betrieb genommen. So können in Zukunft noch mehr Schweizer Krebspatienten von dieser innovativen Therapie profitieren.