17. November 2017

PSI-Spin-off GratXray gewinnt Swiss Technology Award 2017

Forschung mit Synchrotronlicht Mensch und Gesundheit

Ein Spin-off aus dem PSI hat den diesjährigen Swiss Technology Award erhalten: Das junge Unternehmen GratXray entwickelt eine neue Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Am gestrigen Swiss Innovation Forum in Basel wurde die Auszeichnung bekanntgegeben und verliehen.

Der Swiss Technology Award gilt als bedeutendster Technologiepreis der Schweiz und zeichnet jährlich in den drei Kategorien Inventors, Start-ups sowie Innovation Leaders die jeweils besten technologischen Entwicklungen und Innovationen mit hohem Marktpotenzial aus. Teilnahmeberechtigt sind Schweizer Unternehmen sowie Projekte, welche in der Schweiz entwickelt wurden. Das Spin-off GratXray hat den Preis in der Kategorie Inventors erhalten, in welcher sich junge Schweizer Start-ups sowie innovative Geschäftsideen mit hohem Marktpotenzial qualifizieren können. In einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren setzte sich GratXray gegen seine Mitbewerbenden durch.

GratXray ist ein Spin-off des Paul Scherrer Instituts PSI und der ETH Zürich. Mitgründer des Unternehmens sind der PSI-Forscher und ETHZ-Professor Marco Stampanoni und sein Mitarbeiter Zhentian Wang; Geschäftsführer ist Martin Stauber. GratXray fokussiert auf eine neue Methode zur Früherkennung von Brustkrebs: hierfür entwickelt das Spin-off ein weltweit einzigartiges Computertomografiegerät, welches für die Patientinnen im Vergleich zur herkömmlichen Mammografie schmerzfrei in der Anwendung sein wird und durch eine hochpräzise 3-dimensionale Bildgebung die frühere Erkennung von Brustkrebs ermöglichen und Fehldiagnosen reduzieren wird. In den nächsten zwei Jahren soll der Prototyp eines besseren Mammografiegeräts entwickelt werden.

Die Verleihung des bedeutenden Preises fand am gestrigen Swiss Innovation Forum in Basel unter Anwesenheit von über 1000 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik statt. Unter den Finalisten für den Swiss Technology Award war auch das PSI-Spin-off Araris (in Gründung) von Philipp Spycher aus dem PSI-Forschungsbereich Biologie und Chemie mit Spychers Geschäftsidee im Bereich der Entwicklung und Optimierung von Medikamenten für die Krebsbehandlung.

Text: Paul Scherrer Institut/Stefanie Wiedner

Über das PSI

Das Paul Scherrer Institut PSI entwickelt, baut und betreibt grosse und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Materie und Material, Energie und Umwelt sowie Mensch und Gesundheit. Die Ausbildung von jungen Menschen ist ein zentrales Anliegen des PSI. Deshalb sind etwa ein Viertel unserer Mitarbeitenden Postdoktorierende, Doktorierende oder Lernende. Insgesamt beschäftigt das PSI 2100 Mitarbeitende, das damit das grösste Forschungsinstitut der Schweiz ist. Das Jahresbudget beträgt rund CHF 380 Mio. Das PSI ist Teil des ETH-Bereichs, dem auch die ETH Zürich und die ETH Lausanne angehören sowie die Forschungsinstitute Eawag, Empa und WSL.
(Stand 05/2017)