400 Fachpersonen diskutieren in Baden neue Verfahren zur Krebsbehandlung
Physik und Medizin. Es geschieht nicht oft, dass sich diese zwei sehr unterschiedlichen Disziplinen eine Bühne, geschweige denn eine Grossleinwand teilen. Aber das ist diese Woche im Trafo Baden der Fall. Im Kinokomplex wird vom 19. bis 21. März 2009 die 13. Jahreskonferenz der Scientific Association of Swiss Radiation Oncology (SASRO) ausgerichtet. Für die Organisation der Konferenz verantwortlich ist das Paul Scherrer Institut PSI, das mit seiner Protonentherapie eines der schonendsten Verfahren zur Krebsbehandlung anbietet. An der Konferenz des wissenschaftlichen Verbandes der Schweizer Radio-Onkologen sind die beiden Hauptthemen Strahlentherapie mit hoher Präzision sowie die Strahlentherapie in der Kinder- und Jugendmedizin.
Das für die Konferenzorganisation verantwortliche PSI ist nicht nur bekannt als international renommiertes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Physik, es erbringt auch bedeutende Leistungen im Bereich der Medizin. Intensiv geforscht wird am PSI im Bereich der Lebenswissenschaften, ein Sechstel des Budgets wird für Forschungsprojekte in diesem Gebiet aufgewendet. Dazu gehört auch das Zentrum für Protonentherapie CPT. Bei der Protonentherapie handelt es sich um eine spezielle Form der Krebstherapie mittels Bestrahlung, die darauf abzielt, möglichst nur den Tumor zu bestrahlen und so das umliegende gesunde Gewebe zu schonen. Seit 1984 wird die Protonentherapie am PSI angewendet. Mit Erfolg: Bereits wurden beispielsweise über 5000 an Augentumoren leidende Patienten erfolgreich bestrahlt.
In der jüngeren Vergangenheit wurde am PSI die weltweit modernste Protonentherapie-Technik entwickelt, die sogenannte Spot-Scanning-Technik. Es ist daher kein Zufall, dass die diesjährige SASRO-Konferenz vom PSI organisiert wird. SASRO verfolgt das Ziel, die Radiotherapie mittels Wissenschaft, Ausbildung und Zusammenarbeit zu fördern. Mithin eine Philosophie, die bestens mit jener des PSI einhergeht. Während der dreitägigen Konferenz werden rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Sie werden 80 Präsentationen von Medizinern, Physikern, Radiologie-Technologen sowie von Pflegefachpersonen erleben. Ergänzt wird das Programm mit den Fachvorträgen eingeladener Referenten aus ganz Europa, welche die neuesten Entwicklungen in der Radiotherapie vorstellen. Während dreier Tage sind die Kinosäle des Badener Kongress- und Kulturzentrums Trafo Ort des Erfahrungsaustauschs. Und auch wenn die Tätigkeitsbereiche der Teilnehmenden teils unterschiedlich oder gegensätzlich sind: Gegensätze ziehen sich bekanntlich an, und daraus kann durchaus ein Oscar-Gewinner hervorgehen.
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Informazioni sul PSI
L'Istituto Paul Scherrer PSI sviluppa, costruisce e gestisce grandi e complesse strutture di ricerca e le mette a disposizione della comunità di ricerca nazionale e internazionale. La sua ricerca si concentra sulle tecnologie del futuro, l'energia e il clima, l'innovazione sanitaria e i fondamenti della natura. La formazione dei giovani è una preoccupazione centrale del PSI. Per questo motivo, circa un quarto dei nostri dipendenti sono ricercatori post-dottorato, dottorandi o apprendisti. Il PSI impiega un totale di 2.300 persone, il che lo rende il più grande istituto di ricerca della Svizzera. Il budget annuale è di circa 450 milioni di franchi svizzeri. Il PSI fa parte del settore dei PF, che comprende anche il Politecnico di Zurigo e l'EPF di Losanna, nonché gli istituti di ricerca Eawag, Empa e WSL. (al 06/2025)