Energieforschungslabore

Schwerpunkte der Energieforschung am PSI sind die Entwicklung von Verfahren zur Umwandlung und Speicherung neuer erneuerbarer Energien, sowie Arbeiten zur sicheren Anwendung der Kernenergie. Bei einem Rundgang in ausgewählten Laboren werden Ihnen einzelne Themen im Detail vorgestellt.

Neue Wege zum Energiesystem der Zukunft

Mit dem zunehmenden Ausbau der Fotovoltaik- und Windanlagen wird die Integration des dort unregelmässig erzeugten Stroms in das bestehende Energiesystem zur Herausforderung. Das PSI stellt der Forschung und Industrie mit der ESI-Plattform (ESI steht für „Energy System Integration“) eine Versuchsplattform zur Verfügung, auf der vielversprechende Lösungsansätze in ihren komplexen Zusammenhängen getestet werden können.

Eine neue Besucherstation will das Thema auf spielerische Art und Weise verständlich machen. Sie erzählt die Geschichte einer Schweizer Stadt, die von einer herkömmlichen Energieversorgung auf eine Energieversorgung mit neuen erneuerbaren Energien umsteigt.


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Mobilität der Zukunft

Emissionsfreie Autoantriebe

Brennstoffzellen wandeln die Energie des Wasserstoffs in elektrische Energie um. In ein Auto eingebaut und mit einem Elektromotor kombiniert, entsteht als Abgas nur Wasserdampf - das Auto fährt also emissionsfrei. Damit Brennstoffzellen den Durchbruch schaffen, arbeiten PSI-Fachleute an der Erhöhung der Leistungsdichte und an einer preisgünstigen Herstellung.


Batterieforschung

Neuartige Lithiumionen-Batterien sind wegen ihres grossen Speichervermögens für reine Batterie-Elektrofahrzeuge von grossem Interesse. Der Schwachpunkt einer Lithiumionen-Batterie ist ihre Elektrode. Diese nimmt beim Auf- und Entladen ständig geringen Schaden. Das Ziel ist es, eine Rezeptur für Batterien zu entwickeln, die eine hohe Energiedichte, möglichst viele Ladezyklen und eine preiswerte Herstellung ermöglicht.
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Energie aus Biomasse

PSI-Forschende arbeiten an Verfahren zur CO2-neutralen Erzeugung von Energieträgern auf der Grundlage von Biomasse wie etwa Holz, Gülle oder Klärschlamm. Ziel ist es, diese Verfahren für die Nutzung im grossen Massstab anzupassen. Die Nutzung von Biomasse ist CO2-neutral, weil das CO2, das bei der Verbrennung des Brennstoffs entsteht, in der nachwachsenden Biomasse gebunden wird.
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Wie Luftverunreinigungen das Klima beeinflussen

Im Labor für Atmosphärenchemie wird die räumliche und zeitliche Verteilung von Schadstoffen und Gasen in der Luft untersucht. Das PSI unterhält dazu eine permanente Messstation auf dem Jungfraujoch. Am Institut werden Prozesse zur Entstehung von Aerosolen - Feinstaub und andere Schwebeteilchen in der Luft - in einer Smogkammer untersucht. So können die Experten im Labor unter kontrollierten Bedingungen simulieren, welche Prozesse in der Atmosphäre ablaufen.
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Der sichere Betrieb von Kernanlagen und die Lagerung von radioaktiven Abfällen

Materialuntersuchungen im Hotlabor

Am PSI befindet sich das einzige Hotlabor der Schweiz für Untersuchungen an radioaktiven Substanzen und Werkstoffen. Schwerpunkt der Arbeit der PSI-Forschenden sind Messungen und Analysen für die Forschung sowie Dienstleistungen für Kernkraftwerksbetreiber. Für den Umgang mit dem Material benützen die Mitarbeitenden spezielle Greifarme und arbeiten dabei hinter dicken Bleiglasfenstern.

Der Rundgang durch das Hotlabor ist ab 16 Jahren möglich.


Kühlung von Kernreaktoren

Wissenschaftler des PSI beschäftigen sich mit der zuverlässigen Kühlung von Reaktoren. An der PANDA-Testanlage werden Notkühlsysteme erprobt. Simulationen und Computermodelle erlauben insbesondere die Erforschung von sogenannten passiven Sicherheitssystemen. Diese benötigen keine externe Energieversorgung.
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