COMET Zyklotron

Für die Strahlentherapie mit Protonen benutzt das PSI einen eigenen Beschleuniger, das kompakte Zyklotron COMET. Es wurde von der Firma ACCEL (heute Teil von Varian Medical Systems) speziell für medizinische Anwendungen entwickelt, der klinische Betrieb konnte damit im Jahre 2007 aufgenommen werden. COMET liefert eine Strahlenergie von 250 MeV, die je nach Bedarf für die Therapie reduziert werden kann.

Dank eines supraleitenden Magneten ist der Beschleuniger COMET sehr kompakt. Trotzdem weist er eine hohe Zuverlässigkeit auf und garantiert dadurch die ganzjährige Verfügbarkeit des Protonenstrahls.

Zum schnellen Ein- und Ausschalten des Strahls wird ein Kicker-Magnet am Ausgang des Zyklotrons verwendet. Die Schaltzeit beträgt 200 µsec vom Auslösesignal des Therapiekontrollsystems bis zum Verschwinden des Strahlsignals am Behandlungsplatz. Zusätzliche Abschaltelemente (Sicherheitsfunktion) sind die Reduktion der Zyklotron-Hochfrequenz, das Ausschalten der Ionenquelle sowie mehrere mechanische Strahlstopper.

Die Energieeinstellung erfolgt mit einem Degrader aus Kohlenstoffkeilen, die nach Bedarf in den Strahlweg eingefahren werden. Die gesamte Strahllinie bis zum Behandlungsplatz dient als Analysestrecke zur Feineinstellung der Energie (Impulsbandbreite ± 1 %).