Wenn man genau hinschaut, ähnelt das PSI einer kleinen Stadt. Wir stellen eine Auswahl von elf Einrichtungen und Dienstleistungen vor, die sich auf dem 342 000 Quadratmeter grossen Gelände des Instituts befinden. Sie stehen den 2300 Beschäftigten zur Verfügung – und teilweise auch weit darüber hinaus.
Das Spital
Barbara Bachtiary arbeitet als Ärztin im Zentrum für Protonentherapie ZPT. Die Protonentherapie ist eine äusserst präzise, hochkomplexe Form der Strahlentherapie, die im Rahmen einer ambulanten Krebsbehandlung eingesetzt wird. Patientinnen und Patienten werden aus der ganzen Schweiz überwiesen. Bei Kindern ist sie der Goldstandard der Radiotherapie. Bei Erwachsenen wird sie bei Tumoren in sensiblen Körperregionen angewendet, zum Beispiel im Hirn, im Kopf-Hals-Bereich oder in der Nähe von Nerven.
Die Feuerwehr
Neben ihrer Arbeit als Chemielaborantin am PSI engagiert sich Sasha Alexandra Diaz freiwillig bei der PSI-Betriebsfeuerwehr – zusammen mit 90 weiteren Mitarbeitenden aus allen Bereichen des PSI. Primär ist die Betriebsfeuerwehr für die Rettung von Personen und für die Brandbekämpfung zuständig. Sie arbeitet auch eng mit den nahe gelegenen Feuerwehren Würenlingen und Geissberg zusammen, um bei der Brandbekämpfung im Umland zu helfen. Die PSI-Feuerwehr ist zudem kantonaler Strahlenwehrstützpunkt und hilft Ortsfeuerwehren im ganzen Kanton bei Notfällen, in denen radioaktive Stoffe eine Rolle spielen.
Der Stadtpräsident
Wie bei einem Stadtpräsidenten ist der Terminkalender von Christian Rüegg, Direktor des PSI, prall gefüllt – teils bis in den Abend und ins Wochenende hinein: Besprechung, Interview, Vortrag, Empfang, …Unterstützt von seinem Sekretariat, dem Direktionsstab, den Leitern der Forschungszentren und der Forschungskommission geht er seiner wesentlichen Aufgabe nach und ermöglicht Spitzenforschung in Natur- und Ingenieurwissenschaften. So setzt er sich dafür ein, dass die Schweiz einen wichtigen Platz in der internationalen Forschungslandschaft einnimmt und das PSI zusammen mit dem ganzen ETH-Bereich der Schweiz optimal nützt.
Das Hotel
Das PSI hat ein eigenes Gästehaus. Hier arbeitet Rolf Pederiva am Empfang. Vierundsechzig Zimmer auf drei Etagen stehen vor allem Gastforschenden aus der ganzen Welt zur Verfügung, die Experimente an den fünf Grossforschungsanlagen des PSI durchführen. Um die jährlich mehr als 2200 Gäste kümmert sich ein mehrköpfiges Serviceteam. Das Gästehaus liegt neben einem kleinen Biotop direkt an der Aare und bietet neben den Zimmern auch eine Gemeinschaftsküche, eine Waschküche, einen Aufenthaltsraum und einen Aussensitzplatz.
Die Werkstatt
Karin Zehnder hat am PSI eine Lehre als Polymechanikerin abgeschlossen. Heute arbeitet sie als Konstruktionstechnikerin und Projektleiterin für die Sektion Prozesskühlung in der Rohrleitungsbauwerkstatt. Neben einer Elektrowerkstatt, einer Sanitärwerkstatt, einer Stahlbauwerkstatt und einer Lehrwerkstatt gibt es auch eine zum PSI gehörige Werkstatt im benachbarten Park Innovaare. Hier werden diverse Technologien genutzt – von Spezialfügeverfahren bis hin zur klassischen spanabhebenden Bearbeitung.
Die Wäscherei
Rund dreiundsiebzig Tonnen Wäsche bewältigen Senta Schneider und ihre drei Kolleginnen jährlich in der PSI-eigenen Wäscherei. Das Team betreibt auch das Kleider- und Schuhlager, wo alle PSI-Mitarbeitenden persönliche Schutzbekleidung für ihre Arbeit beziehen können. In der Wäscherei werden die Kleidungsstücke fachgerecht angepasst, instand gehalten und bei Bedarf repariert, sodass allen Angestellten jederzeit saubere, funktionale und sichere Arbeitskleidung zur Verfügung steht.
Die Kindertagesstätte
Lino Bärtschi reicht Holzbausteine, liest vor, wechselt Windeln, gibt zu essen und tröstet. Als Lernender in der Kita Nanolino ist er Teil des Teams, das auf sechs Gruppen verteilt rund 120 Kinder betreut. Die PSI-Kindertagesstätte steht Kleinkindern ab drei Monaten offen. Genutzt wird dieses Angebot hauptsächlich von Eltern, die am PSI arbeiten, aber auch von Familien, die in der Umgebung wohnen. Im Sommer 2025 wurde der moderne Neubau eröffnet, in dessen verspielter Gartenlandschaft sich die Kleinsten dank Bobby-Car-Bahn, Murmelbahn, Sandkasten und Wasserpumpe austoben können. Auch Spaziergänge im angrenzenden Würenlinger Wald gehören für die Kinder fast täglich zum Programm.
Die Bibliothek
Bücher spielen für Stephanie Hofmann und das Team der Bibliothek Lib4RI natürlich eine wichtige Rolle. Der Präsenzbestand macht aber mittlerweile nur noch einen kleinen Teil des Angebots aus. Wichtiger ist der Zugang zu digitalen Medien. Zum ungestörten Arbeiten gibt es einen kleinen Leseraum. Die Bibliothek hilft den PSI-Forschenden beim Recherchieren wissenschaftlicher Literatur und unterstützt sie beim Publizieren ihrer Forschungsergebnisse. Im breit gefächerten Schulungsangebot geht es unter anderem um den professionellen Umgang mit Forschungsdaten, Copyright und Open Access.
Das Restaurant
Warme und kalte Speisen zuzubereiten und schön zu präsentieren, gehört zum Arbeitsalltag von Remy Bonetta. Er ist als Lernender einer von vierzig Mitarbeitenden im PSI-Personalrestaurant Oase und der angeschlossenen Cafeteria. Zur Mittagszeit zwischen 11.30 und 13.30 Uhr werden dort den PSI-Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besuchern des PSI täglich wechselnde Menus sowie ein Buffet angeboten. Zu den PSI-Gastronomiebetrieben gehören ausserdem noch auf dem Ost-Areal eine weitere Cafeteria sowie westlich der Aare im Park Innovaare das Restaurant Culinaare mit Kaffeebar.
Das Museum
Das PSI zeigt sich der Öffentlichkeit auch mit einem eigenen Museum, das keinen Eintritt kostet, dem PSI Visitor Center. Hier empfangen Grégoire Saerens und seine Kolleginnen Besuchende: von Montag bis Freitag und an Sonntagen, jeweils von 13 bis 17 Uhr. Die dreizehn interaktiven Exponate der Ausstellung lassen erleben, woran am PSI geforscht wird. Wer sich im Voraus anmeldet, kann zusätzlich eine kostenfreie Führung über das PSI-Areal buchen und dann Einblicke in die ein oder andere Forschungsanlage erhalten. Ein besonderes Besuchserlebnis steht Schulkassen zur Verfügung: Durch ihre Lehrpersonen angemeldet, können jährlich rund 200 Klassen einen Tag am PSI iLab verbringen und dort unter Anleitung eigene Experimente durchführen.
Das Fitnessstudio
Seitliche Dehnung, Schulterbrücke, Bauchmuskeln. Reto Fortunati ist Ingenieur am Zentrum für Beschleunigerwissenschaften und -technologien des PSI, doch in seiner Mittagspause unterrichtet er regelmässig Pilates in der Sporthalle auf dem PSI-Campus. Zugänglich sind seine Stunden den 750 Mitgliedern des PSI-Sportclub, der auch Badminton, Fussball, Klettern, Tanzen, Yoga und vieles mehr bietet. Die Laufgruppe nutzt die ausgedehnten Wälder rund um das PSI. Andere treffen sich zum Schwimmen in der Aare – die Hartgesottenen sogar im Winter.