Hierbei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Memory. Denn die Bilder auf den Karten scheinen auf den ersten Blick verschwunden zu sein. Doch mit einer Taschenlampe und etwas Geduld gelingt es den Kindern, das versteckte Tier zu finden. Dabei wird jede Karte zu einer kleinen Überraschung. Die Kinder staunen, vergleichen und freuen sich über jedes gefundene Tier Paar.
Bevor wir als Fachpersonen solch ein Angebot planen und begleiten, ist es sehr wichtig, dass wir die Kinder vorgängig beobachten. Dabei schauen wir genau hin, mit welchen Spielsachen sie regelmässig spielen und welche Themen sie begeistern. Aus diesen gewonnenen Beobachtungen schliessen wir dann im nächsten Schritt auf mögliche Interessen der Kinder. Beispielsweise haben wir beobachtet, dass einige Kinder vermehrt Wimmelbücher mit Tieren anschauen oder mit dem Spielzeug Bauernhof spielen. Das Interesse an Tieren haben wir somit in das Angebot hineinfliessen lassen und ein entsprechendes Tiermemory erstellt. Anders als bei einem gewöhnlichen Memory, brauchen die Kinder hierfür eine Taschenlampe. Mit der Taschenlampe können sie die Kärtchen von hinten durchleuchten um das abgebildete Tier zu erkennen. Dabei wurden ihre Konzentration, die Feinmotorik, die visuelle Wahrnehmung aber auch die Sprachentwicklung beim Benennen der Tiere gefördert. Um auch noch den grobmotorischen Entwicklungsbereich zu fördern, haben wir die Memorykärtchen auf dem Boden verteilt, damit die Kinder sich frei im Raum bewegen und dabei ihre Bewegungsfreude ausleben können. Hier hat sich also gezeigt: Wenn die Kinder ihren Interessen nachgehen, lernen sie am besten. Gleichzeitig sorgte das gemeinsame Suchen für viel Spass und spannende Aha-Momente.