Zahlen und Fakten

Budget

Das Budget des PSI betrug im Jahr 2010 329.2 Mio. CHF und verteilte sich wie folgt (in Mio. Franken):
Aufwendungen    
Betrieb* 260.1 79.0 %
Investitionen* 69.1 21.0 %
Gesamt 329.2 100 %
Mittelaufteilung    
Finanzierungsbeitrag Bund 241.7 73.4 %
Drittmittelausgaben 87.5 26.6 %
Drittmitteleinnahmen    
Privatwirtschaft 30.4 42.0 %
Forschungsförderung Bund 21.5 29.6 %
EU-Programme 5.3 7.3 %
Andere Einnahmen 15.3 21.1 %
Gesamt 100 %

*) Inklusive Personalkosten. Die Personalkosten in Höhe von CHF 208.9 entsprachen 63.4% der Gesamtaufwendungen.



Das Budget 2010 verteilte sich auf die Forschungsfelder des Paul Scherrer Instituts wie folgt:
chartchtpchs450x150chdt3817181314chdlFestkC3B6rperforschung und Materialwissenschaften 40 7CLebenswissenschaften 20 7CNukleare Energie und Sicherheit 17 7CTeilchenphysik 10 7CAllgemeine Energie 13 chp2.25chco19448447699d758eb5a3b4ced1d9e6chfbgsffffff

Personal

Die Mitarbeiterzahl am PSI entsprach Ende 2010 rund 1400 Vollzeitstellenäquivalenten. Davon entfielen 481 Stellen auf wissenschaftliches Personal. Doktorierende sind in der Gesamtmitarbeiterzahl nicht berücksichtigt. 726 Stellen sind mit Mitarbeitenden besetzt, die technische oder Ingenieurstätigkeiten ausführen. Mit ihrer vielfältigen Kompetenz sorgen sie dafür, dass die vorhandenen wissenschaftlichen Anlagen des Instituts stets zuverlässig funktionieren und neue plangemäss aufgebaut werden. Damit haben sie wesentlichen Anteil an den wissenschaftlichen Leistungen des Instituts. 91 Stellen sind der Administration zugeordnet. 23,4% der Mitarbeitenden sind Frauen, 44% sind ausländische Staatsbürger.

Lehre und Doktorandenbetreuung

2010 forschten mehr als 300 Doktorierende am PSI an ihrer Promotionsarbeit, davon waren 197 am Institut angestellt. Ihre Grundausbildung haben die jungen Forschenden vor allem in Physik, Chemie und den Ingenieurwissenschaften absolviert. Die meisten an den ETH Zürich und Lausanne, den Universitäten Zürich und Bern sowie im Ausland. Die Forscher am PSI engagieren sich jedoch nicht nur vor Ort in Villigen bei der Ausbildung von Studierenden. Mehr als 80 PSI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler haben einen Lehrauftrag an einer Schweizer Hochschule oder Fachhochschule inne und unterrichten den Forschungsnachwuchs somit auch direkt im Hörsaal. Das Engagement an den Hochschulen übernehmen die PSI-Wissenschaftler dabei unentgeltlich, sodass für die Hochschulen ein doppelter Mehrwert generiert wird: Sie können ihren Studierenden Zugang zu Spitzenforschung an Grossanlagen bieten, die eine Universität so nicht betreiben kann. Gleichzeitig können sie ihre Lehre kostengünstiger anbieten.

Forschung und Publikationen

Das PSI ist das grösste mit öffentlichen Mitteln betriebene Energieforschungszentrum in der Schweiz. Es betreibt Forschung und Entwicklung zu neuen Energietechniken, sowohl auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien als auch im Bereich der nuklearen Energietechnik und im Bereich der Verbrennungsforschung. Industrie und Energiewirtschaft beteiligen sich wesentlich an den Forschungsprojekten in der Energietechnik. Jährlich werden rund 950 sogenannte ISI-Publikationen von den Forschenden am PSI erarbeitet.

Wissens- und Technologietransfer

Das PSI hat seine Detektorenentwicklung aus der physikalischen Grundlagenforschung erfolgreich in die praktische Anwendung transferiert. Dazu haben ehemalige Mitarbeiter des PSI 2006 die Spin-off-Firma Dectris AG gegründet. Seitdem haben sich Umsatz und Mitarbeiterzahl dieser Firma fast verdreifacht. Die Dectris AG hat deshalb 2 Jahre später neue Räumlichkeiten in Baden AG bezogen, um genügend Platz für die Auftragsabwicklung zu schaffen. Das PSI erhält entsprechend mehr Lizenzgebühren und investiert diese in neue Forschungsprojekte im Gebiet der Detektorenforschung für Physik und Medizin.

Benutzerlabor und internationale Vernetzung

Das PSI leistet als nationales Benutzerlabor für die Forschenden aus Hochschulen und Industrie wesentliche Beiträge. Dabei fliessen etwa 60 Mio. CHF anteilsmässig in Betrieb, Unterhalt und Weiterentwicklung der Forschungseinrichtungen sowie in die Betreuung und Unterstützung der Forschenden der Schweizer Hochschulen. An seinen Grossforschungseinrichtungen hat das Insitut im Jahre 2010 über 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betreut.

Der Erfolg eines Benutzerzentrums zeigt sich vor allem im Interesse der Forschergemeinde, dort Experimente durchzuführen, sowie in der Zahl von Veröffentlichungen, die auf den durchgeführten Experimenten beruhen.

So erschienen 2010 rund 600 Fachartikel, die auf Experimenten an den Grossanlagen des PSI beruhen, etwa 5000 Besuche von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, die an den Grossanlagen ihre Experimente durchführen, verzeichnet das PSI jährlich. Die meisten Nutzer von Neutronen und Synchrotronlicht kommen aus der Schweiz und den Ländern der EU. Die Schweizer Experimentatoren teilen sich wiederum etwa gleichmässig auf das PSI und andere Einrichtungen auf, wobei die meisten externen Forscher von der ETH Zürich kommen. Vertreten sind aber auch die ETH Lausanne, die Universitäten und die EMPA. Im Fall der Myonenexperimente ist der Anteil der Gruppen aus Übersee besonders gross. Eine Rolle spielt hier sicher die Tatsache, dass das PSI als einziges Institut weltweit Experimente mit langsamen Myonen anbietet.
Statistik für das Jahr 2010
PSI Anlage Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS Schweizer Spallations-Neutronenquelle SINQ Schweizer Myonen Quelle SμS Labor für Teilchenphysik LTP Gesamt
Anzahl Besuche Gastwissenschaftler 3221 945 392 550 5108
Anzahl Experimente 1085 483 187 4 1759

Protonentherapie – unmittelbarer Profit für die Gesellschaft

Direkt und unmittelbar profitieren Teile der Gesellschaft vom Protonentherapie-Ambulatorium des Instituts . Das PSI registrierte 2010 über 5000 Besuche von Krebspatienten. Mit einer Erfolgsrate von über 98 % steht das PSI international an vorderster Front bei der erfolgreichen Bestrahlung von Augenmelanomen. Von den Patienten mit tief liegenden Tumoren waren 2010 mehr als ein Drittel Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen waren Kleinkinder, die unter Narkose behandelt wurden. Der Erfolg und die gesellschaftliche Relevanz dieses Projekts haben den Kanton Aargau 2008 dazu bewogen, dem PSI einen Förderbeitrag von 20 Mio. CHF für die Weiterentwicklung der Protonentherapie zuzusprechen. Diese Mittel werden für die Entwicklung einer neuartigen Bestrahlungsstation (Gantry 2) und für die Erweiterung der technischen Infrastruktur für die Vorbereitung der Patienten auf die Therapie verwendet. Dadurch werden in Zukunft noch mehr Schweizer Krebspatienten von dieser innovativen Therapie profitieren können.

CCEM

Das Kompetenzzentrum für Energie und Mobilität am PSI (z.Zt. nur in englischer Sprache).

SwissFEL

Das Zukunftsprojekt des PSI

ETH-Bereich

Das Paul Scherrer Institut gehört zum ETH-Bereich.
Weitere Mitglieder sind:
ETH Zürich
EPFL
EMPA
WSL
Eawag