Medienmitteilung vom 28. Oktober 2007
Am Sonntag strömten rund 3500 Besucherinnen und Besucher ans Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen. Das interessierte Publikum erhielt dieses Jahr Einblick in die vielfältige Forschung mit Neutronen. Diese Bausteine der Atome stehen im Dienst der Wissenschaft. Als findige Spione spüren sie die Position und Bewegung von Atomen auf und lüften so geschickt viele Geheimnisse der Physik. Erzeugt werden die winzigen Teilchen an der Spallations-Neutronenquelle (SINQ) des PSI, einem riesigen Mikroskop, wo sie hauptsächlich für Versuche in den Materialwissenschaften, der Festkörperforschung und der Technik eingesetzt werden. Um ihre sorgfältig geplanten Missionen erfüllen zu können, müssen Neutronen inkognito im Dunkeln wirken. Am Sonntag hingegen machte das PSI eine Ausnahme und zeigte die breit gefächerte Arbeit der flinken Detektive der Bevölkerung. Zwar vermochte niemand einen der unzähligen Mini-Agenten von Auge zu erkennen, zu bestaunen waren jedoch all die Schauplätze, wo Neutronen genutzt werden - beispielsweise bei der Erforschung von Supraleitern, also Werkstoffen, die den elektrischen Strom verlustfrei leiten.
Dichtes Gedränge herrschte im Zelt, wo ein mit Supraleitern ausgerüstetes Gefährt der Uni Genf den Passagier schwebend und somit reibungslos über die Magnetschienen transportierte. Hintergrundinformationen über Supraleiter erhielt das Publikum an einer Showstation mit attraktiven Videos und vorgeführten Experimenten. Dass Neutronen nicht nur zur Entdeckung neuer Zukunftsmaterialien taugen, sondern auch zum Durchleuchten Jahrmillionen alter, versteinerter Dinosaurier und vieler anderer antiker Objekte, bewies das Team des Neutron Imaging. Eindrücklich präsentierten die Fachleute dieses bildgebende Verfahren, das dem PSI Messaufträge aus aller Welt beschert. Ausgebucht war auch das grosse Auditorium, wo die Ergebnisse von Studien mit Neutronen vorgestellt wurden, die den Ursachen des grauen Stars, einer verbreiteten Augenkrankheit, auf den Grund gehen. Renner an der Gastrophysik-Station, wo die Küche zum Labor wurde, war die mit flüssigem Stickstoff hergestellte Glace: Über 3000-mal ging eine Portion über den Verkaufstisch. Der Mix aus überraschenden Demonstrationen und informativen Präsentationen zur Forschung mit Neutronen hat dem Publikum sehr gefallen und es war beeindruckt, wie die vielen positiven Rückmeldungen bekunden.
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Grosses Interesse am Tag der Neutronen des PSI
Das Publikum war beeindruckt von den winzigen TeilchenAm Sonntag strömten rund 3500 Besucherinnen und Besucher ans Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen. Das interessierte Publikum erhielt dieses Jahr Einblick in die vielfältige Forschung mit Neutronen. Diese Bausteine der Atome stehen im Dienst der Wissenschaft. Als findige Spione spüren sie die Position und Bewegung von Atomen auf und lüften so geschickt viele Geheimnisse der Physik. Erzeugt werden die winzigen Teilchen an der Spallations-Neutronenquelle (SINQ) des PSI, einem riesigen Mikroskop, wo sie hauptsächlich für Versuche in den Materialwissenschaften, der Festkörperforschung und der Technik eingesetzt werden. Um ihre sorgfältig geplanten Missionen erfüllen zu können, müssen Neutronen inkognito im Dunkeln wirken. Am Sonntag hingegen machte das PSI eine Ausnahme und zeigte die breit gefächerte Arbeit der flinken Detektive der Bevölkerung. Zwar vermochte niemand einen der unzähligen Mini-Agenten von Auge zu erkennen, zu bestaunen waren jedoch all die Schauplätze, wo Neutronen genutzt werden - beispielsweise bei der Erforschung von Supraleitern, also Werkstoffen, die den elektrischen Strom verlustfrei leiten.
Dichtes Gedränge herrschte im Zelt, wo ein mit Supraleitern ausgerüstetes Gefährt der Uni Genf den Passagier schwebend und somit reibungslos über die Magnetschienen transportierte. Hintergrundinformationen über Supraleiter erhielt das Publikum an einer Showstation mit attraktiven Videos und vorgeführten Experimenten. Dass Neutronen nicht nur zur Entdeckung neuer Zukunftsmaterialien taugen, sondern auch zum Durchleuchten Jahrmillionen alter, versteinerter Dinosaurier und vieler anderer antiker Objekte, bewies das Team des Neutron Imaging. Eindrücklich präsentierten die Fachleute dieses bildgebende Verfahren, das dem PSI Messaufträge aus aller Welt beschert. Ausgebucht war auch das grosse Auditorium, wo die Ergebnisse von Studien mit Neutronen vorgestellt wurden, die den Ursachen des grauen Stars, einer verbreiteten Augenkrankheit, auf den Grund gehen. Renner an der Gastrophysik-Station, wo die Küche zum Labor wurde, war die mit flüssigem Stickstoff hergestellte Glace: Über 3000-mal ging eine Portion über den Verkaufstisch. Der Mix aus überraschenden Demonstrationen und informativen Präsentationen zur Forschung mit Neutronen hat dem Publikum sehr gefallen und es war beeindruckt, wie die vielen positiven Rückmeldungen bekunden.
Bildmaterial
Sanfte Fahrt auf dem SupraSurf, einem dank Supraleitern schwebenden Gefährt (der Uni Genf). (Foto: Roland Keller/PSI)
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