24. August 2010
Paul Scherrer Institut erhält hohen Besuch
aus Politik und Wirtschaft
Forscher weihen erste Stufe der zukünftigen Grossforschungsanlage ein Das PSI forscht derzeit an einer neuen Grossanlage. Ab 2016 soll der “Schweizer Freie-Elektronen Röntgenlicht-Laser” – abgekürzt SwissFEL – völlig neue Einblicke in die physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge ermöglichen, die unsere Umwelt bestimmen. Kernstück dieser Anlage stellen die Elektronenquelle und die erste Beschleunigerstrecke dar. Das PSI hat für diese erste Stufe neuartige Konzepte entwickelt, die den Bau einer sehr kompakten Anlage ermöglichen und damit international Massstäbe setzen werden. Der SwissFEL wird als nationale Grossanlage einen wesentlichen Beitrag zur bleibenden Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Forschung und Wirtschaft leisten.
In seiner Begrüssung appelierte PSI-Direktor Joël Mesot an die anwesenden Politikvertreter: “Mit dem SwissFEL haben wir die einzigartige Chance unseren Forschern mit einer nationalen Anlage einen internationalen Wettbewerbsvorteil zu bieten und damit der Schweiz ihren globalen Spitzenplatz in der Forschung zu erhalten.” Der Bundesrat hat in seiner BFI-Botschaft 2008–2011 das PSI aufgefordert, eine Elektronenquelle zur Weiterentwicklung des nationalen Freie-Elektronen-Röntgenlaser zu erforschen. Mit der Einweihung der ersten Stufe des SwissFEL hat das PSI die Machbarkeit einer solchen Röntgenlaseranlage belegt. Nun vertraut das PSI darauf, dass in der kommenden BFI-Botschaft dem Bau der kompletten neuen Grossforschungsanlage zugestimmt wird.
Bundesrat Didier Burkhalter, in dessen Zuständigkeit das PSI fällt, erklärte: “ Die Schweiz wird mit dem SwissFEL ein Meisterwerk mehr in ihrer wissenschaftlichen Sammlung haben. Der neue Röntgenlaser ist ein hervorragendes Beispiel für den Willen, um Erfolg zu kämpfen, um an der Spitze zu bleiben.”
Vom positiven Impuls des Grossvorhabens auf die Region ist der Standortkanton des PSI überzeugt. Der Aargau beteiligt sich mit einem Beitrag von 30 Millionen Franken an der Finanzierung des SwissFEL. Regierungsrat Alex Hürzeler begründet diesen ausserordentlich hohen Beitrag mit der überragenden Bedeutung des SwissFEL-Projekts für den Forschungs- und Werkplatz Schweiz und dem hohen Nutzen für den Kanton Aargau: Dank dem Aargauer Beitrag kann die Genauigkeit des SwissFEL auf den vom PSI angestrebten weltweit höchstmöglichen Stand gebracht werden. Kanton und PSI haben gleichzeitig eine "strategische Partnerschaft" zur Entwicklung des Hightech-Standorts Aargau abgeschlossen."




