Die Geschichte des PSI

Chronologischer Rückblick mit den historischen Wegmarken und eine Auswahl der Highlights der ersten 20 Jahre.

1988

  • Am 1. Januar 1988 werden die Bundesinstitute für Reaktor- und Nuklearforschung zum Paul Scherrer Institut, dem PSI, fusioniert. Im unteren Aaretal entsteht somit ein grosses Forschungszentrum, das bald internationales Ansehen erlangen wird.
  • Das Institut ist nach dem Schweizer Physiker Paul Scherrer benannt, der von 1890 bis 1969 lebte. International hoch geschätzt, lehrte und forschte er an der ETH und trug viel zum hohen Niveau der Naturwissenschaften in der Schweiz bei.
  • Die enorme Wichtigkeit des PSI für die Wissenschaft in der Schweiz wird durch die Teilnahme von prominenten Personen am Gründungsakt deutlich. Die Erwartungen von Politikern und Bildungsverantwortlichen an das neue Institut sind sehr hoch.

1989

  • Nach der Fusion entstehen am PSI neue, zukunftsgerichtete Forschungsgebiete für Festkörperphysik, Biomedizin, erneuerbare Energien und Umweltwissenschaften. Sie profitieren von den teils einzigartigen Einrichtungen.
  • Eine weltweit neuartige Grossforschungsanlage, die Neutronenquelle SINQ wird gebaut. Sie wird Forschenden aus aller Welt neue Möglichkeiten zur Untersuchung von Materie bieten. Die Planung dafür geht weit zurück. Dank der Fusion stehen genügend Mittel bereit, um das 60-Millionen-Projekt innert acht Jahren fertig zu stellen.
  • Vorbereitung Ausbau Protonenbeschleuniger auf 1-MW-Betrieb.
  • ETH-Rat lehnt B-Mesonenfabrik ab, unterstützt aber neues Grossprojekt am PSI für die 90er-Jahre.
  • Aufbau Allgemeine Energieforschung: Solarchemie, Elektrochemie und Verbrennungsforschung.

1990

  • Anton Menth wird per 1. April 1990 neuer Direktor und löst Jean-Pierre Blaser ab.
  • Energiepolitisches Seilziehen betreffend Ausgewogenheit zwischen nuklearer und nichtnuklearer Forschung.
  • Experimentelle Verifikation der Spot-Scan-Technik für die spätere Bestrahlung tief liegender Tumoren mit Protonenstrahlen.
  • Erstmaliger Einsatz der Positronen-Emissions-Tomografie zur bildgebenden Darstellung biochemischer Prozesse im Körper.
  • Das PSI ist an vorderster Front in der Weltraumforschung mit dabei. Es baut für den russischen Satelliten “Spectrum-X-G” den Detekor im Teleskop “EUVITA” und später auch für NASA und ESA Detektoren, welche die Weltraumstrahlung analysieren und somit neue Fenster ins All öffnen.

1991

  • Rücktritt von Direktor Anton Menth, Interimsdirektor wird Wilfred Hirt.
  • Am Injektor II werden erstmals 1,5 mA (Protonenstrom) erreicht, im Ringzyklotron 1mA, eine Voraussetzung für eine international konkurrenzfähige Spallations-Neutronenquelle, die SINQ.
  • Gründung eines gemeinsamen Instituts für medizinische Radiobiologie mit der Universität Zürich. Daraus resultieren international viel beachtete Forschungsarbeiten zur Krebsdiagnose und -therapie.
  • 1000. Patient mit Augentumor in der Protonentherapieanlage OPTIS behandelt.

1992

  • Meinrad Eberle wird neuer Direktor. Der ETH-Professor und Maschineningenieur will dem PSI eine klare Identität als Forschungszentrum und Benutzerlabor mit weltweiter Ausstrahlung geben. Schwerpunkte sind Teilchenphysik, Strukturerforschung von Festkörpern und Biomolekülen sowie Energietechnik.
  • Am PSI entwickelte Tracer für medizinische PET-Studien führen zu international beachteten pharmakologischen Ergebnissen für ein besseres Verständnis der Parkinson'schen Krankheit.
  • Inbetriebnahme Bundeszwischenlager BZL für mittel und schwach aktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung.
  • Das PSI ist auch in der Umweltforschung aktiv. Um der Luftverschmutzung auf den Grund zu gehen, werden Eisschichten in der Arktis und an Alpengletschern untersucht und Messungen mit Ballonen durchgeführt.
  • Auch Verbrennungsvorgänge werden am PSI analysiert, um die Konstruktion von schadstoffarmen Heizungen und Automotoren zu ermöglichen.
  • Dank seiner hohen Kompetenz in der Materialforschung wird das PSI regelmässig mit der Untersuchung von historischen Funden beauftragt. Unter anderem kann so das Alter der Eismumie “Ötzi”, die 1991 gefunden wurde, präzise mit der Radiokarbon-Methode am TANDEM-Beschleuniger bestimmt werden.
  • Baubeginn der Grossanlage PANDA zur Untersuchung passiver Sicherheitssysteme für fortgeschrittene Leichtwasser-Reaktoren.

1993

  • Das PSI stellt seine Grossanlagen Benutzern aus aller Welt zur Verfügung. Ausschlaggebend ist die Qualität eines Forschungsprojektes. Inzwischen arbeiten 1900 Gastwissenschaftler am PSI, wovon über 50 Prozent aus dem Ausland, vorwiegend aus der EU, stammen.
  • Die Leitung der Fusionsforschung am PSI wird an die ETH Lausanne transferiert.
  • Transfer der Routineproduktion von Radioisotopen in die Industrie; neues Kompetenzzentrum Radiochemie mit Universität Bern.
  • Neue Erkenntnis in der Grundlagenphysik zur Polarisation von niederenergetischen Myonen; damit werden Myonen als Sonden zur Erforschung von Oberflächen und Grenzflächen von Materialien attraktiv.
  • Abschluss der Pionentherapie nach über 500 behandelten Tumor-Patienten. Erfahrungen und neue Erkenntnisse haben die Entwicklung der weltweit einzigartigen PSI-Bestrahlungstechnik mit Scanning ermöglicht.
  • Neues ETH-Gesetz in Kraft; PSI wird autonome Forschungsinstitution des ETH-Bereichs.
  • Erste Erfolge bei der Entwicklung tumorspezifischer Radiotherapeutika zur Bekämpfung von Mikrotumoren.
  • Neues Verständnis über die Entstehung der Hochtemperatur-Supraleitung aufgrund der Methode der Neutronenstreuung gewonnen.

1994

  • Die globale Gesellschaft verlangt zunehmend nach Mobilität. Für die nachhaltige Entwicklung sind schadstoffarme Verkehrssysteme gefordert. Auch das Paul Scherrer Institut forscht mit. Das PSI führt Energietage durch, an denen erstmals die “Zwei-Kilowatt-pro-Kopf”-Vision vorgestellt wird. Neue Labors und Hallen für die Energieforschung werden eingeweiht.
  • Mit dem PSI-Projekt “Solarer Wasserstoff” wird das Ziel verfolgt, Sonnenenergie zu speichern. So könnte diese wertvolle Energie auch dann genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint.
  • Bezug des neuen Laborgebäudes und der angegliederten Experimentierhalle für die Allgemeine Energieforschung.
  • Ausserbetriebnahme Forschungsreaktor SAPHIR.
  • Erste Sommerschule über Neutronenstreuung in Zuoz; wurde inzwischen zu einem international bekannten Treffpunkt von namhaften Experten mit jungen Wissenschaftlern.
  • CO2-Emissionen werden aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse als vordringlich zu lösendes Problem kommuniziert.
  • PSI-Röntgen- und Protonendetektoren werden auf Satelliten der ESA und der russischen MIR-Station installiert und messen erstmals hoch genau die Veränderungen der Strahlengürtel im Bereich der Erde aufgrund sich verändernden Sonnenaktivitäten.
  • Neue Erkenntnisse über die Langzeitstabilität von Zementstrukturen in Mergelgrundwässern; wichtig für die Beurteilung des Rückhaltepotenzials von Radionukliden in einem Endlager für radioaktive Abfälle.

1995

  • Früher diente der Protonenbeschleuniger des PSI der Elementarteilchenphysik. Heute stehen Anwendungen für Festkörperphysik, Radiopharmazie und Krebstherapie im Vordergrund. Zu diesem Zweck hat das PSI den Beschleuniger erfolgreich auf Höchstleistung ausgebaut.
  • Neben der Operation ist die Bestrahlung die wichtigste Behandlungsform bei Krebs. Das PSI entwickelt eine Methode, um mit Protonen tief liegende Tumoren effektiv zu zerstören. Ebenso werden Radiopharmaka entwickelt, die Krebszellen aufspüren und vernichten können.
  • ETH-Rat stimmt SLS zu und leitet Projektgesuch an Bundesrat weiter; PSI baut Testanlage, um neue Technologien zu erproben.
  • Erstmals die chemischen Eigenschaften des Elements 106 (Seaborgium) bestimmt.
  • IBM-Preis 1995 geht an den PSI-Physiker Joël Mesot.
  • Wichtige Erkenntnisse über CO2-Bilanzen von Energiesystemen; PSI profiliert sich damit zu einem Kompetenzzentrum für Energiesystem-Analysen.

1996

  • Nicht nur in der Wirtschaft, auch in der Forschung ist zunehmend Leadership gefragt. Am PSI wird die weltweit einzigartige Grossforschungsanlage SINQ feierlich eingeweiht. Mit der weltweit stärksten Neutronenquelle können Experimente durchgeführt werden, die bis anhin nicht möglich waren.
  • Nanotechnik-Labor in Betrieb genommen und erste Strukturen für die Entwicklung von Biosensoren hergestellt.
  • Hoch effiziente Solarzelle mit Wirkungsgrad von 21,1 % entwickelt.
  • Bundesrat beschliesst Realisierung der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS am PSI und leitet die Botschaft ans Parlament weiter.
  • Namhafte Schweizer Firmen gründen die SLS-Techno Trans AG zur Nutzung der Innovationen der SLS.
  • Erster Krebspatient mit der weltweit einzigartigen Spot-Scanning-Technik (PSI-Gantry) mit Protonenstrahlen behandelt.
  • Inbetriebnahme eines neuen Reinraumlabor-Komplexes; in den Folgejahren werden hier u.a. neuartige hocheffiziente Solarzellen entwickelt.
 
 

1997

  • Die Eidgenössischen Räte bewilligen den Bau der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS.
  • Neue Erkenntnisse über magnetische Flüssigkeiten mit Hilfe der Neutronenstreuung an der SINQ gewonnen.
  • Inbetriebnahme eines leistungsstarken Solarofens zum Studium von Hochtemperaturprozessen für die chemische Speicherung von Sonnenenergie.
  • Transfer der Aussenstelle des PSI in Zürich ans Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik CSEM, Neuenburg.
  • Namhafte Schweizer Firmen gründen die SLS-Techno Trans AG zur Nutzung der Innovationen der SLS.

1998

  • Baustart der SLS. Mit dem Bau der innovativen Grossforschungsanlage SLS wird das PSI nun aus der Luft noch besser erkennbar. Die 180 Millionen Franken teure Synchrotronlichtquelle kann als eine Art Riesenmikroskop verwendet werden, mit dem es Forschenden möglich ist, in bisher unerreichte Tiefen des Mikrokosmos vorzudringen. So können beispielsweise Medikamente oder neue Werkstoffe entwickelt werden.
  • Inbetriebnahme einzigartiger Instrumente an der SINQ (Kleinwinkelstreuung u.a.).
  • Neue Erkenntnisse über magnetische Eigenschaften von Materialien an der SINQ; Resultate finden Eingang in die Entwicklung von Magnetspeichern in der Informationstechnik.
  • 1-kW-Brennstoffzellenstapel erreicht 10 000 Stunden Lebensdauer. Superkondensatoren erreichen 100 000 Lade- und Entladezyklen; damit werden die Grundvoraussetzungen für den Einbau in ein Strassenfahrzeug geschaffen.
  • Neue Erkenntnisse über den vertikalen Ozon-Transport in Alpentälern. Hochalpine Regionen werden durch die Zunahme des transalpinen Verkehrs deutlich stärker belastet als bisher gedacht.
  • Um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern, eröffnet das PSI zum zehnjährigen Bestehen das Besucherzentrum psi forum. Mit der lehrreichen und interaktiven Ausstellung über seine Forschungsgebiete will das PSI vor allem das jugendliche Publikum erreichen. Besondere Attraktion wird der 3-D-Film “Eine Reise ins Innere der Materie”.

1999

  • Strahlstromzunahme am Protonenbeschleuniger macht SINQ zur weltweit einzigen Quelle mit Spallations-Target im MW-Bereich.
  • Erstmals das radiochemische Element Bohrium anhand von nur sechs Atomen untersucht.
  • “Energie-Spiegel” lanciert; wird in den kommenden Jahren zu einer der meist beachteten Schriften im Bereich Energie in der Schweiz.
  • Im psi forum zählt man den 20 000. Besucher.
  • Wissen und Können sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg einzelner Menschen, aber auch der gesamten Wirtschaft. Die Schweiz ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Der Beitrag des PSI dazu ist die Ausbildung von 240 Doktorierenden und 80 Lehrlingen. Es führt mehrere Spezialschulen und fördert die Lehrtätigkeit von PSI-Fachleuten.
  • Zur Information der Bevölkerung dient der “Tag der offenen Tür”. Über 6000 Personen besuchen die Anlagen, besichtigen die Labors und lassen sich von den PSI-Fachleuten deren Forschungsgebiete erklären.

2000

  • In der Schweiz ist die Atomenergie weiterhin eine Option. Am PSI konzentriert sich die Kernenergieforschung auf Sicherheitsaspekte: Reaktorkonzepte mit noch mehr inhärenter Sicherheit, Materialverhalten in Kernreaktoren sowie die sichere Entsorgung von radioaktiven Abfällen.
  • Erstmals Synchrotronlicht an der SLS erzeugt.
  • Projekt PROSCAN (Ausbau Protonentherapie) gestartet; Stiftungen und private Donatoren unterstützen das Projekt in den kommenden Jahren mit über 8 Mio. Franken, der Kanton Aargau gibt zudem ein Darlehen von 5 Mio. Franken.
  • Start der Entwicklung neuer katalytischer Verfahren zur Umwandlung von Biomasse in synthetisches Erdgas.
  • Inbetriebnahme niederenergetische Myonenstrahlen; damit werden erstmals magnetische Domänen in nicht magnetischen Metallen gesehen.

2001

  • Einweihung der SLS am 19. Oktober im Beisein von Bundesrätin Ruth Dreifuss.
  • Spezifikation und Beschaffung eines kompakten supraleitenden Zyklotrons (COMET) für die Protonentherapie.
  • Startschuss für Projekt MEGAPIE (SINQ-Flüssigmetall-Target, Transmutationsforschung).
  • Erste Testfahrten mit VW Bora HY.Power, der mit Brennstoffzellen und Superkondensatoren für die Bremsenergie-Rückgewinnung ausgerüstet ist; das Fahrzeug überquert im Januar 2002 den Simplonpass.
  • Expedition eines Forschungsteams ins sibirische Altai-Gebirge; Gletschereis-Analysen zeigen markante Temperaturerhöhung in dieser Region in den letzten 150 Jahren.


2002

  • Ralph Eichler wird neuer Direktor. Die Vision des ETH-Professors und experimentellen Teilchenphysikers ist der Bau eines Freie-Elektronen-Lasers zur Untersuchung winziger Strukturen in extrem kurzer Zeit.
  • Start von NASA-Satellit HESSI mit PSI-Röntgenteleskop an Bord zur Beobachtung energiereicher Sonnenaktivitäten.
  • Einweihung und Inbetriebnahme der zweiten SLS-Strahllinie für Protein-Kristallografie (unter Beteiligung von Novartis, Roche und Max-Planck-Gesellschaft).
  • Tag der offenen Tür “Oberflächen – vertraute und fremde Grenzen” mit 5500 Besucherinnen und Besuchern.
  • Latsis-Preis der ETH Zürich für Joël Mesot.

2003

  • Das Paul Scherrer Institut ist in der internationalen Wissenschaftsszene bestens integriert und weltweit als Partner gefragt. Für das europäische Forschungslabor CERN in Genf entwickelt das PSI federführend riesige Detektoren für die aktuellen Physikexperimente.
  • Beginn Vorarbeiten für SwissFEL, den neuen Röntgenlaser mit extrem kurzen Lichtpulsen.
  • Megamoleküle durch Sonnenlicht: Aufsehen erregende Resultate in der neuen Smogkammer etablieren diese Versuchseinrichtung als weltweit beachtetes Forschungsgerät; die PSI-Aerosolforschung (u.a. auch auf dem Jungfraujoch) rückt damit ins Rampenlicht.
  • Inbetriebnahme der XIL-Strahllinie (Röntgen-Interferenz-Lithografie) an der SLS, mit der sich hoch präzise Nanostrukturen (Weltrekord!) erzeugen lassen.
  • Tag der offenen Tür “Blick in reale Zukunftswelten” für 6000 Wissensdurstige.
  • Erstmals mehr als 1500 externe Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, welche die Grossforschungsanlagen des PSI übers Jahr nutzen.

2004

  • Supraleitendes, kompaktes Medizinzyklotron COMET eingetroffen; erstmals in Europa können am PSI krebskranke Kleinkinder von der Protonentherapie (unter Anästhesie) profitieren und erhalten eine deutlich grössere Überlebenschance.
  • Brennstoffzellen-Leichtauto HY-LIGHT (2 Liter Benzinäquivalent/100 km) von PSI und Michelin absolviert erfolgreichen Praxistest in Shanghai.
  • 30 Jahre Ringzyklotron mit Jubiläumsfeier. Die Maschine steht auch heute wieder weltweit an der Spitze der Entwicklung.
  • Dank der Genom-Information können Forschende an der SLS Proteinstrukturen untersuchen, die möglicherweise mit Krankheiten im Zusammenhang stehen. So könnten eines Tages massgeschneiderte Medikamente entwickelt werden. Die Nachfrage nach diesen Untersuchungen ist sehr gross, die SLS wird ständig erweitert und ausgebaut.

2005

  • Inbetriebnahme einer PSI-ETHZ-Pilotanlage im 300-kW-Massstab zur Erzeugung von solarer Hochtemperatur-Prozesswärme in Israel.
  • Entscheid zum Bau einer Pilotanlage “Methan aus Holz” im 1-MW-Massstab.
  • Entwicklung der vielversprechenden Phasenkontrast-Mikroskopie.
  • PSI organisiert Winter-Olympiade der europäischen Forschungseinrichtungen in Disentis-Sedrun.
  • Swiss Technology Award für selektive katalytische Abgasreinigung (SCR-System).
  • Einstein-Führungen am PSI mit grossem Publikumsinteresse.
  • Premiere des preisgekrönten 3-D-Films “In 80 Millionen Jahren um die Welt” zum Kreislauf des Kohlenstoffs im psi forum.
  • Das PSI bietet interessierten Gruppen Führungen an, um die Auswirkungen der Forschung Einsteins am PSI aufzuzeigen. Am “Tag der offenen Tür” zum Thema “Tag der Physik” wird das PSI von über 9000 Personen besucht – ein neuer Rekord.

2006

  • Technisch ist das Problem der Entsorgung von nuklearen Abfällen durch geologische Endlagerung lösbar. Eleganter wäre es jedoch, langlebige radioaktive Atomkerne in kurzlebige umzuwandeln. Die Entwicklung des Flüssigmetall-Targets MEGAPIE am PSI verdoppelt nicht nur die Leistung der Neutronenquelle SINQ, sondern bietet auch ein mögliches Konzept für die Umwandlung langlebiger Nuklearabfälle.
  • Dank der Leistungsverdoppelung gewinnt die Neutronenquelle bei den Forschenden weiter an Interesse. Neue Forschungsinstrumente für weitere Experimente werden eingebaut.
  • ETH-Rat überträgt Leitung des Kompetenzzentrums für Energie und Mobilität dem PSI; Kanton Aargau gibt Darlehen von 10 Mio. Franken für das Kompetenzzentrum.
  • Inbetriebnahme der Strahllinien TOMCAT (mit EPF Lausanne) und POLLUX (mit Universität Erlangen-Nürnberg) für die Nutzer der SLS.
  • Femtosekunden-Undulatorquelle an der SLS in Betrieb genommen; damit können Kurzzeitaufnahmen von Gitterschwingungen in Kristallen in höchster Auflösung gemacht werden.
  • Weltweit beachtete neue Ergebnisse in der Supraleiterforschung (erzielt mit niederenergetischen Myonen) und in der Molekularbiologie (Steuerung gefässbildender Zellen).
  • Aufbau der Grosskomponenten für die Gantry 2 (Protonentherapiegerät für die Bestrahlung von beweglichen Tumoren, z.B. Lungen- und Brustkarzinome); Kanton Aargau sponsert Protonentherapie mit 1 Mio. Franken.

2007

  • Wechsel von PSI-Direktor Ralph Eichler als Präsident an die ETH Zürich; ETH-Physiker Martin Jermann wird interimistischer Direktor.
  • 10 Jahre SINQ mit Jubliläums-Kolloquium und Tag der Neutronen für die Bevölkerung; Steigerung des Protonenstroms auf neue Rekordmarke von 2,16 mA (1,3 MW).
  • Start Patientenbestrahlung mit supraleitendem Zyklotron COMET und Übergang zu Ganzjahresbetrieb für Protonentherapie; u.a. erfolgreiche Bestrahlung 15 krebskranker Kleinkinder unter Anästhesie.
Dies war ein chronologischer Rückblick mit den historischen Wegmarken und einer Auswahl von Höhepunkten der ersten 20 Jahre des PSI. Über aktuelle Highlights berichten wir in unseren Medienmitteilungen.

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